Glas oder PET?
Es kann nicht genug betont werden: Die mehrmalige Verwendung eines Behälters schont Ressourcen. Das gilt auch für Getränkeflaschen. Aber schneiden Glasflaschen tatsächlich besser ab als solche aus PET?

Wir haben die wichtigsten Facts für dich zusammengetragen:
- PET: Schweizerinnen und Schweizer kennen sich aus im Recyceln. Hierzulande werden 4/5 aller PET-Flaschen bei einer Sammelstelle entsorgt. Das sind über 80%. Die Hälfte davon wird erneut zu PET-Flaschen verarbeitet. Aus der anderen Hälfte entsteht Ausgangsmaterial für die Herstellung von Fasern, Folien, Verpackungsbändern oder anderen Verpackungen. PET steht für Polyethylenterephthalat. Der Kunststoff gehört zur Gruppe der Polyester und wird aus Kohlenwasserstoffen gewonnen. Diese stammen meist aus fossiler Herkunft (Erdöl, Ergas). Die Herstellung von 1 Kilo PET benötigt fast 2 Kilo Rohöl. Da das Material nur aus den Elementen Sauerstoff, Wasserstoff und Kohlenstoff besteht, ist es schadstofffrei vernichtbar. PET-Flaschen zu recyceln ist sinnvoll, weil die Herstellung von Flaschen aus Recycling-Granulat nur halb so viel Energie benötigt wie die Neuproduktion.
(Quelle: BAFU, Schweiz) - Glas: Glasflaschen haben viele Vorteile: Sie sind geschmacks- und geruchsneutral, hitze- und säurebeständig und lassen keine Gase durch. In der Schweiz werden 90% des jährlich in Umlauf gebrachten Verpackungslases gesammelt. Das sind 40 Kilo Glas pro Jahr und Kopf! Zerbrochenes Verpackungsglas wird eingeschmolzen und neu geformt oder als Isolationsmaterial oder Glassand im Bau verwertet. Das Recycling spart Energie im Vergleich zur Neuglas-Herstellung. Glas wird hauptsächlich aus Quarzsand, Kalk und Soda hergestellt. Diese Rohstoffe sind reichlich vorhanden und deren Gewinnung ist für die Umwelt unproblematisch. Aber die Glas-Produktion beansprucht Hitze von fast 1600° Grad und ist damit sehr energieintensiv.
(Quelle: BAFU, Schweiz)
Nun, wer macht das Rennen – die PET- oder die Glasflasche?
Im Vergleich zu Einwegverpackungen aus Plastik verursachen Glasflaschen über ihren gesamten Lebenszyklus nicht halb so viele CO2-Emissionen, obwohl sie schwerer sind und deshalb ihr Transport höhere CO2-Emissionen verursacht. Für eine gute Ökobilanz sind deshalb Regionalität und Mehrweg wichtig. Weil das Schweizer Leitungswasser problemlos getrunken werden kann, empfiehlt sich der Kauf eines Sprudelgeräts, damit auf PET-Flaschen verzichtet und die Umwelt geschont werden kann.
(Quelle: umweltnetz-schweiz.ch)
Übrigens! Schon gewusst? Getränke in Tetrapacks sind auch nicht umweltverträglich. Das liegt daran, dass das Recycling von Getränke-Kartons erst an wenigen Orten möglich ist (https://www.getraenkekarton.ch/).
Schon wieder was gelernt? Na dann, Prost!